
Ein Ball und mindestens zwei Spieler:innen: Wenige Elemente und zugleich hohe Komplexität im Spiel (und im Team)
Die meisten Menschen kennen Spiele mit kleinen, grossen, harten, weichen, unförmigen, aerodynamischen oder wie auch immer gearteten Bällen. Damit ein Spiel zustande kommt, braucht es mindestens einen dieser Bälle und mindestens zwei Spieler:innen.
Diese Ausgangslage scheint zunächst gut überschaubar. Doch wie sich das Spiel entwickeln wird, wissen weder die Spieler:innen noch allenfalls vorhandene Zuschauer:innen, Hardcore-Fans oder noble Sponsoren. Kommt dazu, dass jede Person – egal in welcher Funktion – individuelle Erfahrungen mitbringt, bestimmte Erwartungen hat, (Spiel-)ergebnisoffen ist oder es im Gegenteil nicht erträgt, wenn es nicht so herauskommt wie erhofft.
Wagen wir ein Gedankenspiel: Verlegen wir den Spielort in ein Unternehmen, ersetzen wir den Ball durch Dienstleistungen oder Produkte dieses Unternehmens. Wie wird sich das Unternehmen weiterentwickeln? Keine Ahnung, denn auch hier haben wir es nicht nur mit zwei oder mehr Personen in diesem Unternehmen zu tun, sondern darum herum gibt es eine Vielzahl von Zuschauer:innen (Konkurrenz?), Hardcore-Fans (Kundschaft?) oder Sponsoren (Investorinnen?). Und auch hier kommt dazu, dass jede Person Erfahrungen mitbringt, Erwartungen hat, usw.
Wie bekommen wir die Entwicklung in der Griff? Gar nicht.
Doch wie lässt sich die Entwicklung zumindest steuern?
- Indem wir möglichst viele verschiedene (direkt und indirekt beteiligte) Personen mit ihrem Erfahrungsschatz und ihren Sehnsüchten einbeziehen, um einen gangbaren Weg in die Zukunft zu finden.
- Und indem wir unterwegs immer wieder Zwischenhalte einlegen und uns neu orientieren. Weil wir in der Zwischenzeit möglicheweise von der Idealroute abgekommen sind, einfach mal eine Verschnaufpause brauchen, oder weil neue Personen dazu gestossen sind und andere sich verabschiedet haben.
Wie das konkret geht? Nicht alles selber machen wollen, sondern Knowhow und Erfahrung einer systemischen Organisationsberaterin oder eines Organisationsberaters nutzen.
